Insolvenz Nautilus Training

Es spricht sich langsam rum; am 28. Februar 2013 wird Nautilus Training schließen, obwohl eigentlich noch genug Masse vorhanden ist. Es waren zwar großartige Jahre mit sehr zufriedenen Kunden, doch lässt die Insolvenz auch viele negative Gefühle zurück, da teils mehrjährige Verträge abgeschlossen wurden, bei denen die Mitgliedsbeiträge wahrscheinlich nun umsonst gezahlt wurden.

Auch wird die Suche nach einer Alternative schwierig. Wenn man sich auf dem Markt umschaut, stellt man fest, dass es ein zweites Nautilus Training einfach nicht gibt; und schon einmal gar nicht in unmittelbarer Nähe.

Dieser Blog soll mehrere Ansprüche haben. Einerseits der Austausch der geschädigten Kunden, anderseits die Suche nach einem neuen Fitnessstudio. Viele Fragen wurden schon von einer anderen Gruppe an Leuten ansatzweise geklärt: Im September 2013 ist völlig überraschend das Eisenhauer-Training in der Kulturbrauerei insolvent gegangen und die Leute standen von einem Tag zum nächsten vor verschlossenen Türen. Auch dort wurde ein Blog ins Leben gerufen. Ich fand das eine hervorragende Idee, so dass ich sogar Teile übernommen habe, damit sie hier diskutiert werden können! 

Veröffentlicht in Allgemein
15 comments on “Insolvenz Nautilus Training
  1. MaxR sagt:

    Nautilus schrieb auf FB:
    >Alle beiden Gesch-führer nach Timo sind dem Team nicht bekannt und sind hier nie gewesen

    Tolle „Geschäfts““Führer“ – ehrlich, stinkt zum Himmel! Warum kann man dann nicht wenigstens Kunden von neuen 2 Jahresverträgen abraten?

  2. Philipp sagt:

    Ein zweites Nautilus Training finden wir zwar sicher nicht. Aber Nautilus Training war ja zuletzt auch nicht mehr Nautilus Training, und zwar nicht erst seit Dezember. Von daher kann ich es leichter verschmerzen. Weh tut mir nur mein 24-Monats-Vertrag, der noch über ein Jahr läuft und den mir der Geschäftsführer persönlich verkauft hat. Schönen Dank auch und noch ein schönes Leben… Tzzz. 😦

  3. pizzamaxx sagt:

    Nun denn, da uns Nautius nicht gerade mit Fakten verwöhnt hat, nutze ich die Gelegenheit, ein wenig zu spekulieren.
    Vielleicht auch eine Art der Trauerarbeit nach 13 Jahren.

    Auffällig ist, dass das massive Desaster öffentlich wurde, nachdem der Geschäftsführer gewechselt hat (15.11.2013).
    Angeblich hat ja keiner den GeFü gekannt, mindestens jedoch die beiden vorherigen GeFü´s müssten ihren Nachfolger jedoch kennen.
    Dieser werte Herr Herbert Grap (nomen est omen?) übt(e) sich jedoch in Zurückhaltung und hat auch sonst nichts sichtbares getan, um „seine“ Firme zu retten.
    Einen Insolvenzantrag für eine angeblich zahlungsfähige Firma kann man ja wohl nicht allen Ernstes als solches ansehen.Oder?

    Insolvenz = Zahlungsunfähigkeit = ich darf nicht mehr selber über das Vermögen meiner „eigenen“ Firma verfügen, nur noch der Insolvenzverwalter (siehe „Juristisches“).
    Das Ganze erfolgt per Gerichtsbeschluss, um die sogenannte Masse (das noch übrige Vermögen, welches viel niedriger ist als die offenen Rückstände, sonst müsste ja keine Insolvenz angemeldet werden) zu sichern. So kann ab diesem Stadium kein Geld mehr aus der Firma rausgezogen werden.
    Später erfolgt dann eine Entschedung über ein Insolvenzverfahren (bei genug Masse, heisst: wenigstens die Kosten für das Insolvenzverfahren kommen noch zusammen) oder Ablehnung der Insolvenz = Abwicklung (Liquidierung) der Firma (in ganz groben Zügen).
    Und so einen Schritt geht man im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte, um die eigene Verhandlungsposition gegenüber dem Vermieter zu verbessern???

    Wer diesen Schritt angestoßen hat oder den Rat dazu gegeben hat (wenn Nautilus denn tatsächlich noch zahlungsfähig gewesen sei, nicht tatsächlich schon Pleite) könnte entweder mit dem Klammersack gepudert, anderweitig eingeschränkt oder… oder der Schritt war ein bewusster Schachzug, um Natilus nachhaltig zu schaden.
    In jedem Falle ein Schritt, Nautilus nachhaltig zu schaden.

    Nicht gleich die Verschwörungstheorie-Keule rauskramen: das gibts alles, und nicht mal selten. Wer sagt denn mit Sicherheit, dass der gute Herr Grap nicht andere Interessen als die von Nautilus verfolgt hat? Zumindest ein denkbare Möglichkeit.
    Oder weshalb offenbart man sich dann zwei Monate lang nicht seinen MItarbeitern? Klingt für mich verdammt wie ein Strohmann (für wen auch immer).

    Auffällig ist auch, dass bei Facebook zwei, drei Trainer unter eigenem Namen geschrieben haben, ihr Gesicht hingehalten haben (danke Sophie!), die diktatorischen Maßnahmen und die insolvenztypischen Hinhaltefloskeln jedoch von einem anonymen „Nautilus“-Benutzer erfolgten.

    Alles sehr schräg und merkwürdig und eigentlich typisch für eine bevorstehende Pleite, die Kunden noch so lange wie möglich bei der Stange zu halten.
    Ich habe keine Ahnung, was davon tatsächlich stimmt, aber wie auch.
    Bei der Faktenlage und der Mauschelei bleibt einem ja nichts anderes übrig als Spekulatius.
    Daher: es ist eine Möglichkeit, was denkbar wäre. Vielleicht hat ja noch jemand eine andere Idee.

    Nicht in den Ruin jedenfalls haben Nautilus die ungeliebten und daher gelöschten FB-Kommentare getrieben.
    Das war eine typische Hiob-Aktion: den zu hängen, der die schlechte Nachricht ausspricht, und hat nicht für mehr Solidarität und Verständnis gesorgt.
    Schade, sehr schade,
    Nautilus. Wir werden Dich vermissen…

  4. Unke sagt:

    also ich zähle eins und eins und den masterplan, den diie mitarbeiter vor ort sicher auch nicht kannten, mal wie folgt zusammen:

    1. der laden hat den eignern nicht mehr genug abgeworfen, jedenfalls nicht bei der neuen miete, die wohl hätte gezahlt werden müssen

    2. was dann tun? möglichst schnell den laden bzw. kundenstamm verkloppen und den kram einstellen

    3. und zwar an active, da gibt es ja offenbar ohnehin überschneidungen bei den gesellschaftern

    4. nicht aber mit kundenverträgen und so, dass die kunden anderenorts einfach weiter trainieren können

    5. sondern den laden ausbluten lassen, rückzahlung der vorausbezahlten beiträge voraussichtlich unmöglich machen, kündigungen durch wohl absurden streit um miethöhe und dessen Folgen provozieren

    6. und dann das tolle angebot der vermeintlichen „geschäftsfreunde“ loben und die kunden in der übergangszeit in diese studios locken ..

    7. wenn es stimmt – schade

    • Anonymous sagt:

      Leider schade, dass diese Sichz nicht ganz von der Hand zu weisen ist, so wie die insolvenztypische Rhetorik vermuten lässt (wir erzählen nur die Wahrheit, die Andern wollen und Böses, wir haben kein finanzielles Problem, alles wird gut…).
      Besonders dieser ominöse neue GeFü (Strohmann?) ist so ein Indiz…

  5. Ines sagt:

    Also – ich bin seit 14 Jahren dabei und in dieser Zeit hat der Vermieter sowohl das tolle Kino als auch die ursprünglichen Billard – Betreiber in die Insolvenz getrieben.
    Scheint ein skrupelloser Anwalt und Miet-Hai zu sein dem man als Fitness-Experte vielleicht nicht immer gewachsen ist. Ich würde mich mit anderen Spekulationen zurückhalten. Meckern, zumal anonym im Internet ist immer einfach.Niemand steckt so viel Geld und Dienstleistung in eine Firma und lässt sie dann grundlos schließen.
    Hatte trotzdem die tollste Zeit bei NAUTILUS und bin für jeden Tag dankbar!

    • athlet sagt:

      Es ist nicht auszuschließen, dass es sich beim Vermieter um einen Miethai handelt.

      Allerdings ist sicher, dass Nautilus seine Kunden nicht über die Insolvenz informiert hat, sondern dies erst bestätigte nachdem es von einem Mitglied auf der Facebookseite gepostet wurde, dass die Erklärung, die Geschäftsführung habe den Vermieter mit einer Insolvenz zu Verhandlungen zwingen wollen offensichtlich obskur ist, und das bis heute, z.B. auf der Facebookseite von Nautilus, eine wirkliche nachvollziehbare Darstellung der Ereignisse fehlt. Und Zeit wäre ja inzwischen genug gewesen…

      • pizzamaxx sagt:

        Nautilus hat gemauschelt und seine Kunden bewusst versucht, über die Zeit zu retten.
        Auch wenn immer behauptet wurde, ehrlich zu sein: tatsächlich zu sehen war davon nichts übrig.
        Ich habe keine Ahnung, warum die Trainer sich haben vor diesen Karrenspannen lassen, Unwissenheit oder Restloyalität, aber wer da bei Facebook z.B. unter Pseudonym (nicht Trainername, sondern unter dem Nautilus-Loge) rumgewütet hat, stellt doch Fragen.
        Alleine die Tatsache, dass meine Bekanntmachung der Insolvenz und die folgenden Fragen (unbeantwortet im Übrigen) offenbar so unerwünscht waren, dass man erst meine Kommentare löschte und mich dann für weitere sperrte, spricht Bände.
        Ich habe lange beruflich mit Insolvenzen zu tun gehabt und dieses hier war klassische Insolvenzrhetorik (Hinhalten, Beteuern, obwohl die Fakten 100 % dagegen sprachen, auf die entscheidenden Fragen keine Antwort geben wollen/ können…).
        Schade Nautilus, Ihr habt Euch (nach 13 Jahren zufriedenen Trainings) einen unwürdigen Abgang beschert, hausgemacht und absolut überflüssig.

  6. athlet sagt:

    Vielleicht ist derjenige der dort auf Facebook postet auch einfach naiver als man denkt.
    Die Aussage man habe keine unliebsamen Kommentare, sondern nur falsche Behauptungen und „Ketzerei“ gelöscht spricht da für sich. Laut Wikipedia „wird Ketzerei, ketzerisch in übertragener Bedeutung … auch für jede Art von intellektueller Dissidenz oder Opposition gegen eine herrschende Lehre oder Konvention“ benutzt.
    Da hätten Alice Schwarzer oder unser Exbundespräsident sicher auch so einiges an Ketzerei löschen lassen, wenn sie denn gekonnt hätten.

  7. Andy sagt:

    Nun soweit ersichtlich hat doch Alex (Trainer-Alex) unter Nautilus gepostet. Insofern dürfte an der vorhergehenden Aussage einiges dran sein.

    Nun das grundlegende Problem war die Idee mit der (vorläufigen) Insolvenz, eine selten dämliche Idee, mit der man die Fäden aus der Hand gab und alles dem Insolvenzverwalter überlassen musste. Der Insolvenzverwalter ist zwar Rechtsanwalt, das heißt jedoch nicht, dass er bzw. der von ihm dann beauftragte Partneranwalt sich in allen Rechtsgebieten so gut auskennt, dass man ein Klageverfahren gegen einen gerissenen und rechtlich bewanderten Eigentümer, der selbst Rechtsanwalt ist, auch gewinnt. So kam es zum Ergebnis vom 03.01. vor dem Landgericht Berlin. Dem Insolvenzverwalter dürfte der Ausgang des Klageverfahrens relativ egal gewesen sein…. Ganz dumm gelaufen, zumindest wenn im November tatsächlich noch keine Zahlungsunfähigkeit vorlag, wofür vieles spricht.

    Daher sieht es hier meiner Ansicht nach wirklich so aus, dass die Trainer einschließlich Alex ehrlich und die ehemalige Geschäftsführung um Timo rechtlich naiv und vor allem ganz schlecht beraten waren. Schade!

  8. Ingo Dietz sagt:

    Nach 15 Jahren Nautilus bin ich einigrmaßen traurig. Ich hoffe für all die jungen Mitarbeier daß sie einen neuen Job finden mögen.

  9. geo sagt:

    Hallo, ich habe hier in dem Block keinerlei infos über neue gute Studios gefunden…wiso denn? dafür sollte der Block doch auch vorallem sein….hm, wo seit ihr denn jetzt und wie ist es dort?? über Antworten hier würde ich mich sehr freuen ….übrigens….ich war auch lange Mitglied bei Nautilus, schon vor über 5 Jahren fing es mit massiven Lügen an, zb. die Beschneidung von den Kursen und wie es , selbst vom Chef kommuniziert wurde. Für mich passt die Schilderung, das es wohl gängig ist, sich bei einer Insolvenz „gesund zu stoßen“, auf dem Rücken der Kunden.
    Ich bin aus „ungutem Gefühl“ Gott sei dank im Winter 2013 ausgestiegen.

    • pizzamaxx sagt:

      Hm, „gut“ ist ja relativ und hängt immer davon ab, was man sucht oder braucht.
      Ich selber bn eh nicht der Kursgänger und ziehe eher als einsamer Wolf meine Runden. Insofern habe ich keine besonderen Ansprüche an Geselligkeit und Kurse, so lange die Geräte gut, gepflegt sind und das Publikum wie ich „Leben und leben lassen“ propagiert.
      Ich bin bei SuperFit im Alexa, für 18,90€ im Monat genau die Basics, die ich ein- bis zweimal die Woche brauche.
      In die Kurse mit (ich schätze mal) 80 – 100 Beteiligten ziehts mich schon auf Grund der Lautstärke und „Animation“ nicht, sind aber, wie das ganze Studio, sehr gut besucht.
      Dafür kann man kommen und gehen, wann man möchte, 24/7. Also theoretisch auch Training nachts um 2 alleine möglich (wer´s mag).

    • Anonymous sagt:

      Nautilus-Fitnesscenter. Manteuffelstr. 65. 12103 Berlin (am Berlinickeplatz in Tempelhof)

  10. silvia sagt:

    ….ich hab ins SEZ gewechselt, ist mit Swiss/Nautilus nicht vergleichbar aber es gibt hier mehr Platz als in jedem Studio das ich weltweit kenne (!), sehr viele Kardio-Geräte, die 12 Muskel-Aufbau-Geräte sind zwar recht alt aber ganz okay, tolle Sauna, schöner Outdoor-Pool, Tischtennis, Badminton, Basketball etc, die 500€/Jahr isses wert 😉

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